Freitag, 21. Dezember 1917
Universität. Die Zahl der immatrikulierten Studierenden hat nunmehr auch das sechste Tausend überschritten. Als 6000. Student ist gestern Herr Theodor Sanders aus Köln für Mathematik und Naturwissenschaften immatrikuliert worden.
Eine neue Ehrentafel mit den Namen der gefallenen Universitätsangehörigen ist in den Hallen des Hauptgebäudes angebracht worden. Sie zählt die Namen von sechs Dozenten, neun Assistenten und 463 Studenten auf. Sie trägt als Widmung folgende drei Verse des Dichters Vergil:
In freta dum fluvii current, dum montibus umbra, Lustrabunt, convexa polus dum sidera pascet, Semper honus nomen vestrum laudesque manebunt.
(So lange der Strom ins Meer fließt, so lange die Berge die Schatten umkreisen, so lange die Herden der Gestirne am Himmelsgewölbe vorüberziehen, so lange wird immerdar euer Ehr, euer Name, euer Preis bestehen bleiben.)
Die rheinische Goldankaufwoche hat in Bonn für 15.500 M. Gold eingebracht. Die hiesige Goldankaufstelle konnte für etwa 14.000 M. Goldsachen kaufen und 1500 Mark Goldmünzen eintauschen.
(Bonner Zeitung, Rubrik „Städtische Nachrichten“)
Zur Bekämpfung der öffentlichen Unsittlichkeit. Im Arbeitsausschuß des Bonner „Vereins zur Bekämpfung der öffentlichen Unsittlichkeit“ wurde am 10. Dezember über einen äußerst wichtigen Punkt verhandelt. Durch schriftliche und mündliche Mitteilungen glaubwürdiger Personen war dem Ausschuß nahe gelegt worden, gegen das besonders in der letzten Zeit zunehmende Leben und Treiben alleinstehender weiblicher Personen Maßregeln herbeizuführen und besonders die Vermieter davor zu warnen, ein derartiges Treiben der Mieterinnen zu dulden, da sie sonst der Gefahr der Bestrafung wegen Unterstützung der Unzucht sich aussetzen würden. Der Ausschuß kommt diesen Anregungen nach und wendet sich an das Ehrgefühl der gesamten Bonner Bürgerschaft mit der Bitte, ihn bei der Bekämpfung dieses Krebsschadens in jeder Weise zu unterstützen.
Eine Weihnachtsfeier wird am Sonntag nachmittag für die kriegsbeschädigten Insassen der Kgl. Psychisch- und Nervenklinik am Kaiser-Karl-Ring veranstaltet. An der einfachen Soldatenfeier werden namhafte Künstler mitwirken.
Die Kinder-Lesehalle der Rheinisch-Westfälischen Frauengruppe des Vereins für Volksbildung (Vorsitzende Frau Laura Frost) hielt am Mittwoch nachmittag in der Knaben-Münsterschule die diesjährige Weihnachtsfeier ab. Nachdem einige Weihnachtslieder gesungen worden waren, las die Leiterin der Lesehalle die Weihnachtsgeschichte, darauf sprach die Vorsitzende einige warme Worte, wies darauf hin, daß die Kinder in späteren Jahren des Kriegs-Weihnachtsbaumes mit einer Kerze gedenken würden und ermahnte die Kinder dazu, Gott dankbar zu sein, daß er das Rheinland beschützt habe und sie dadurch vor den Schrecken des Krieges bewahrt habe. Einige kleine gut gewählte Geschenke ließen die Augen der Kinder aufleuchten, und mit einem Weihnachtslied schloß die harmonische Feier.
(Bonner General-Anzeiger, Rubrik „Aus Bonn“)
Einbruch. In ein hiesiges Delikatessengeschäft stiegen in der vorletzten Nacht Diebe durch das Oberlicht ein. Sie durchschnitten mit scharfen Werkzeugen die elektrische Klingelanlage und Telefonleitung und gaben sich dann ans Stehlen. Entwendet wurden in erster Linie Lebensmittel und Getränke, wie Kakao. Schokoladenpulver, Kaffee, Zucker, Kognak, Liköre, ferner ein Kleiderrock und neue Pantoffel. Die Sachen wurden in einen weißen und einen roten Korb des Geschäftes gepackt und mitgenommen. Der Wert der Sachen beträgt über 4000 Mark. Anscheinend handelt es sich um eine auswärtige Diebesbande.
Diebstähle. Festgenommen wurde von der Kriminalpolizei eine 22jährige, angebliche Friseuse wegen zweier Diebstähle, bei denen sie einen Pelz und Schuhe erbeutet hatte. Bei der Untersuchung ergab sich, daß die Festgenommene in der letzten Zeit zwei Damen die Handtäschchen geraubt und ferner in der Münsterkirche einer Dame, die sich bei der Polizei melden möge, ebenfalls das Handtäschchen gestohlen hat.
(Deutsche Reichs-Zeitung, Rubrik „Bonner Nachrichten“)
Samstag, 22. Dezember 1917
Die rheinische Goldankaufwoche hat an vielen Orten so rege Teilnahme gefunden, daß sie noch verlängert worden ist [...]. Auch in Bonn, das, wie schon berichtet, 14.000 M. an Goldsachen und 1500 M. an Goldmünzen brachte, soll die Weihnachtsopferstimmung noch bis zum Jahresschluß Gelegenheit haben, sich weiter zu betätigen. Hoffentlich wird unter dem Tannenbaum noch in hartnäckigen Herzen die Erkenntnis aufleben, daß Gold in eiserner Zeit zu tragen nicht würdig ist, daß alles Gold dem Vaterlande gehört, da es in der Hand der Reichsbank dazu beiträgt, Deutschlands Rüstung zu stärken, die letzten Hoffnungen der Feinde auf unseren wirtschaftlichen Zusammenbruch zu vernichten und damit das Kriegsende zu beschleunigen. Besonders Edelsteine müssen noch in großer Zahl in dem reichen und schmuckfreudigen Bonn in Privatbesitz sein. Möge das Beispiel Elberfelds, das schon 52.240 M. an Edelsteinen gab, beherzigt werden
Die Weihnachtsferien sind wegen der Schwierigkeiten der Kohlenbeschaffung an allen hiesigen Volks- und höheren Schulen bis zum 14. Januar verlängert worden. Der Unterricht beginnt wieder am 15. Januar.
(Bonner Zeitung, Rubrik „Städtische Nachrichten“)
Zum goldenen Sonntag.
Von Felix Joseph Klein (Bonn).
Zum goldenen Sonntag wird letzte Generalmusterung über Geschenke und Beschenkende gehalten. Entdeckt man ein Vergessenes, so wird noch flugs Versäumtes nachgeholt. So große Gebezeit ist nur einmal im Jahr.
Auf sie, die deutsche Weihnachtsstimmung hoffte auch kein Geringerer als unser Vaterland. Mit seiner Goldankaufwoche glaubte es schon rechtzeitig anpochen zu sollen. Und bei denen, die auch dann auch nicht auf es hörten, steht es dennoch weiter vor der Türe, überzeugt, daß man es nicht endgültig beim Feste abweisen werde, sich doch noch in letzter Stunde seiner erinnern müsse.
Ihr habt noch so viel Gold und Juwelen. Wollt ihr sie an den Tagen versteckt halten, die euch sonst reichen Schmuck anlegen sahen, oder wollt ihr solchen tragen zu – Kriegsweihnachten 1917? –
Tretet ein ihr Bonner in die Hallen eurer Alma mater, die den Namen eurer Vaterstadt in ferne Länder kündet, schaut die mit Lorbeer umkränzte Ehrentafel! Solange der Strom ins Meer fließt, so lange soll, heißt es auf ihr, das ehrenvolle Andenken an die gefallenen Krieger fortbestehen. Wohlan, kein Andenke mit billigen Worten sei’s! Sie trennten sich von goldener Jugendfreude, dem Edelmetall der Wissenschaft, den Perlen derer Vertreter und – gaben ihr Leben dahin, den Ihrigen wehmütige, aber stolze Erinnerung frü Kriegsweihnachten 1917. Ihr wollt nicht einmal euer Gold dem Vaterland opfern – verkaufen, wollt ihr eurer Perlen Glanz sich mit kaltem Uebermut von dem vielen Schwarz abheben lassen, das andere allein zahlen –
Gewiß hat die Rheinische Goldankaufwoche manchen noch einmal zu stillem Nachdenken über seine Pflicht gebracht. Aber wie oft ist es nicht leider bei schwachem Vorsatz geblieben. Während überall die Mahnung begegnet: Hin zur Goldankaufsstelle!, bringen nicht wenige es noch fertig, Ringe bis zur Spitze der Finger aneinanderzureihen, die sich kein einziges Mal frü die Dinge der großen Zeit krümmten! Die Weihnachtszeit lasse alle, auch sie endlich Einkehr halten und den Weg zur Pflicht finden – den Weg zur Goldankaufstelle.
Zur Kohlenversorgung in Bonn. Wie wir hören, hat der städtische Kohlenausschuß gelegentlich seiner jüngsten Beratung in Aussicht genommen, daß den Inhabern der Lebensmittelkarten A, B und C im Monat Januar je ein weiterer Zentner Kohlen freigegeben werden soll. Weitere Briketts freizugeben ist vorerst nicht möglich. Es schweben aber auf Anregung der Bonner Stadtverwaltung Unterhandlungen mit dem Reichskohlen-Kommissar, um die Erlaubnis zu erwirken, die Bonn-Kölner-Kreisbahn zur Beförderung von Briketts von Brühl nach Bonn benutzen zu dürfen. In Brühl befinden sich reiche Brikettlager.
(Bonner General-Anzeiger, Rubrik „Aus Bonn“)
Eine starke Kälte hat gestern morgen eingesetzt und bis jetzt angehalten. Im Hinblick auf den herrschenden Kohlenmangel dürfte die Kälte bald wieder aufhören. Jeder muß sich so gut es geht, gegen die Kälte zu schützen versuchen, zumal die meisten Leute nicht mehr so widerstandsfähig sind als früher. Es gibt aber Fälle, wo es nicht möglich ist, sich gegen die Kälte zu schützen. Ein solcher Fall wurde von uns gestern am Telegraphenamt im Raum der Telegrammannahme festgestellt. Dort herrscht eine derartige Kälte, daß wir die Beamtinnen und Beamten, die dort Dienst haben, in diesen Tagen bedauern müssen. Der stete Durchzug in diesem Raume macht den Aufenthalt unmöglich. Wenn auch schon die Besucher der Annahmestelle erwarten dürfen, daß dort für Abhülfe schleunigst gesorgt wird, so muß dies unbedingt für die Beamtinnen und Beamten gefordert werden. Gerade der Dienst an dieser Stelle ist an sich sehr anstrengend und aufregend. Umso mehr kann verlangt werden, daß die Dienststunden wenigstens vor den Einwirkungen der Kälte und des Durchzuges geschützt werden.
Briefe hat ein Oberpostschaffner aus Bonn unbefugt geöffnet. Er wurde deshalb gestern von der Strafkammer zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt.
(Deutsche Reichs-Zeitung, Rubrik „Bonner Nachrichten“)
Sonntag, 23. Dezember 1917
Weihnachtsfeier in der Beethovenhalle. Unter großer Teilnahme von Freunden und Gästen fand gestern nachmittag in der Beethovenhalle die Weihnachtsfeier für die dort untergebrachten Verwundeten statt. Nach dem Orgelspiel des Königl. Musikdirektors Sauer und einem von Schülerinnen der Klostermannschen Schule gesungenen Weihnachtslied hielt Oberstabsrat Professor Dr. Schmidt eine herzliche Ansprache, in der er auf die Bedeutung dieser vierten Kriegsweihnacht hinwies. Er erinnerte an die erste Kriegsweihnacht vor drei Jahren, als die Beethovenhalle unter dem Eindruck der gewaltigen Hindenburgsiege in Ostpreußen ihre Weihe als Lazarett erhielt. Nun habe auch das treulose Italien kräftige Schläge erhalten, und die verheißungsvollen Friedensverhandlungen mit Rußland ließen die Herzen höher schlagen. Mit warmen Dankesworten an die Schwestern und vielen Spendern, die die Tische wieder mit reichen Gaben gefüllt hatten, und Segenswünschen für die Kameraden schloß die Ansprache. Es folgten Chorlieder und Gedichtvorträge von Schülerinnen der Klostermannschen Schule. Besonders feierlich klangen die beiden Weihnachtslieder von Humperdinck und Cornelius, die von Schwester Sophie Sauer vorgetragen wurden, und ein Violinsolo von Frl. Lemmerz. Mit dem gemeinsamen Choral Von Himmel hoch schloß die schöne Feier. Es wurden 106 Verwundete beschert, deren Gaben die lange Festtafel im Saale füllten.
Die Eisenbahn weist wieder darauf hin, daß Lokomotiven und Wagen für die Zwecke der Kriegswirtschaft und der Volksernährung gebraucht werden und darum auch zu Weihnachten die Eisenbahn nur der benutzen soll, der unbedingt reisen muß.
(Bonner Zeitung, Rubrik „Städtische Nachrichten“)
Die Kriegsküche Poppelsdorf steht immer noch auf der Stufe guten Kochens. Das uns verabreichte Essen in der Zeit vom 17. bis 22. Dezember war schmackhaft und auch für einen Nörgler geeignet. Daß die Verteilung von Tageskarten „auf Gunst“ beruht, wie dies im Sprechsaal Nr. 9105 dieses Blattes diese Woche behauptet wurde, bedarf dringend der Widerlegung. Schaffnerinnen, denen man mit einem gewissen Recht Tageskarten überläßt, haben diese „Gunst“ wohl verdient. Wir würden es nicht begrüßen, wenn die Küchenverwaltung Schaffnerinnen bei der Verteilung der Tageskarten unberücksichtigt ließe, zumal deren Wartezeit sehr knapp bemessen ist. W.
(Bonner General-Anzeiger, Rubrik „Sprechsaal“)
Katholischer Meisterverein. In der Mitgliederversammlung am 12. Dezember sprach Herr Stadtv. Thomas Esser aus Euskirchen über das Thema: „Der Wiederaufbau des Handwerks nach dem Kriege“. In seinen überaus gehaltvollen Darlegungen wies er einleitend auf die durch den Krieg hervorgerufene Notlage des Handwerks hin, dem Staatshülfe und Selbsthülfe zum Wiederaufbau unbedingt nötig sind. In wirtschaftlicher Beziehung erwartet das Handwerk vom Staat die Wiedereröffnung der stillgelegten Betriebe, Bereitstellung von Mitteln zur Entschuldung des Handwerks und zur Wiederaufnahme der Betriebe und die Versorgung mit Arbeit und Rohstoffen. In geistiger und religiös-sittlicher muß das Handwerk sorgen für die Heranziehung eines besseren Nachwuchses, ein gedeihliches Verhältnis zwischen Meister und Gesellen herbeizuführen suchen und den Meisterstand selbst sittlich heben und schulen. Diese letztere Aufgabe hat der Katholische Männerverein besonders zu fördern. Die Ausführungen des Herrn Redners zeichneten sich vor allem durch die Fülle praktischer Vorschläge aus. Der Vortrag fand starken Beifall.
(Deutsche Reichs-Zeitung, Rubrik „Bonner Nachrichten“)
Montag, 24. Dezember 1917
Der gestrige „goldene“ Sonntag führte bei trockenem Winterwetter wieder große Mengen Kauflustiger in die Stadt. Trotz der starken Kälte waren die Hauptgeschäftsstraßen gedrängt voll Menschen, die Geschäfte hatten bis zum Ladenschluß um 7 Uhr reichlich zu tun, und die Vorort- und Straßenbahnen konnten den starken Verkehr kaum bewältigen. Auch in diesem Jahre wird die Geschäftswelt, von einzelnen Geschäftszweigen abgesehen, mit dem Weihnachtsgeschäft voll zufrieden sein.
Mit der elektrischen Kraft muß noch mehr gespart werden, da das Elektrizitätswerk noch knapper an Kohlen gehalten werden soll. Der Oberbürgermeister bittet daher die Abnehmer, den Stromverbrauch so viel wie irgend möglich einzuschränken, damit von Zwangsmaßnahmen Abstand genommen werden kann.
(Bonner Zeitung, Rubrik „Städtische Nachrichten“)
Von der Polizei. An der Straßenbahnhaltestelle in der Poppelsdorfer Allee beobachtete am Freitag abend ein Kriminalbeamter, daß ein 14- und ein 12jähriger Junge das Gedränge benutzten, um ein- und aussteigenden Damen die Handtaschen zu öffnen und die Geldbörsen herauszunehmen. Er nahm den älteren Schlingel und später auch den jüngeren Bruder fest. Sie gestanden eine ganze Reihe solcher Diebstähle ein. Von einer der bei ihnen gefundenen Geldbörsen konnte die Eigentümerin noch nicht festgestellt. Das Geld haben die beiden Jungen ihrer Mutter gegeben mit der Angabe, sie hätten es mit Christbaumtragen verdient.
(Bonner General-Anzeiger, Rubrik „Aus Bonn“)
Treibeis. Seit Sonntag treiben der Rhein und seine Nebenflüsse Lahn, Mosel, Nahe und Main stark Treibeis.
Weihnachten kein fleischloser Tag. Nach den geltenden Bestimmungen gilt der Weihnachtstag, der in diesem Jahr auf einen Dienstag fällt, nicht als fleischloser Tag.
(Deutsche Reichs-Zeitung, Rubrik „Bonner Nachrichten“)
Dienstag, 25. Dezember 1917
Einer der beliebtesten Gasthöfe am Rhein, der Schaumburger Hof in Godesberg-Plittersdorf, wird in wenigen Wochen, Mitte März, seine gastlichen Tore schließen, um fortan von Ordensschwestern, die das Grundstück mit dem wunderbaren Blick auf Strom und Gebirge von Frau Mundorf soeben gekauft haben, als Heim betrieben zu werden. Viele Geschlechter von Bonner Studenten haben dort bei köstlichen Böwlchen unvergessene Stunden verbracht, und auch wir Alten sind an Sonn- und Feiertagen nur gar zu gern hinausgepilgert, um dort so recht urbehaglich zu rasten, von dem weinkundigen Wirt, dem würdigen Sohn eines wackeren Vaters, immer, selbst im dichtesten Pfingstgedränge, mit einem fröhlichen Zuruf und einer noch fröhlicheren Flasche von der Mosel begrüßt und von der unermüdlichen Frau Wirtin mit Kaffee und selbstgebackenem leckeren Kuchen oder sonstigen rühmlichen Erzeugnissen ihrer Kochkunst treu gelabt. Wie oft wird noch so mancher von sehnsüchtig an die gute alte Zeit im gastfreundlichen alten Mundorfschen Hause denken!
Der Telegrammverkehr nach allen Richtungen ist infolge des Frostes und Schneefalles stark beeinträchtigt.
Auf der Eisbahn des städtischen Sportplatzes Reuterstraße ist für die Feiertage von 11½ bis 1 Uhr vormittags Eislaufen mit Musik vorgesehen.
Ein Wohltätigkeitskonzert für die Hinterbliebenen gefallener 65er veranstaltet die auf 60 Musiker verstärkte aktive 65er-Kapelle am 2. Januar im Bonner Bürgerverein. […] Da hervorragende musikalische Leistungen in Aussicht stehen und der guten Sache willen ist dem Konzert ein starker Besuch zu wünschen, um so mehr, als auch sehr viele Bonner dem 5. rheinischen Infanterie-Regiment Nr. 65 angehören.
Fettlose Waschmittel. Im steigendem Maße haben sich, veranlaßt durch das völlige Verschwinden erst der Seife und dann auch der Soda die Geschäfte mit fettlosen Waschmitteln aller Art gefüllt. In letzter Zeit sind diese Erzeugnisse von dem Kriegsausschuß für Oele und Fett genau geprüft worden. Die Folge davon war, daß trotz des unleugbar großen Bedürfnisses nach einer Ergänzung der beschränkten Mengen zur Verfügung stehender K. U.-Seifen und Seifenpulver ein großer Teil der untersuchten Waschmittel vom Weitervertrieb ausgeschlossen werden mußte. Verboten wurden alle diejenigen Mittel, die infolge ihrer Zusammensetzung die Webstoffe mehr als unvermeidbar angreifen, sowie diejenigen, zu deren Herstellung Sparstoffe, wie Ammoniaksalz, Harz, Leim usw., die zurzeit für wichtigere Zwecke in Anspruch genommen sind, in einem das dringendste Erfordernis übersteigenden Maße verwandt sind, und endlich solche Erzeugnisse, die wegen zu geringer Waschwirkung, irreführender Bezeichnung oder Anpreisung und zu hoher Preise nur als Schwindelerzeugnisse bezeichnet werden können. Bei der Unmöglichkeit, die vorhanden Wäschebestände in absehbarer Zeit durch neue ergänzen zu können, und dem raschen Verschleiß, den das Abnehmen der Wäschemengen an sich bereits mit sich bringt, ist der Schutz vor scharfen und unzweckmäßigen Waschmitteln dringend erforderlich. Er würde selbst mit einem gewissen Mangel an Waschmitteln nicht teuer erkauft; denn zweifellos wird es jeder vorziehen, nötigenfalls seine Wäsche mit geringeren Mengen von Waschmitteln, als er es bisher gewohnt war, zu reinigen, dafür aber die Gewißheit zu haben, daß er ein unschädliches und wirklich reinigendes Mittel bekommt, als Waschmittel in Hülle und Fülle kaufen zu können, die aber die Wäsche gefährden oder ganz zwecklos sind.
(Bonner Zeitung, Rubrik „Aus den Städtischen Nachrichten“)
Weihnachten im Schnee. Heute vormittag begann es zu schneien, sodaß wir in diesem Jahr weiße Weihnachten haben werden.
Straßenraub. Am Sonntag abend gegen 7¼ Uhr wurde einer Dame im Venusbergweg eine lederne Handtasche von einem Burschen im Alter von 17 bis 18 Jahren entrissen. In der Tasche befanden sich u. a. 149 Mark, eine goldene Damenuhr mit silberner Kette und ein Halsschmuck. Ein zweiter Bursche stand Schmiere.
(Deutsche Reichs-Zeitung, Rubrik „Bonner Nachrichten“)
Elektrische Bahn Bonn-Godesberg-Mehlem. Ein Godesberger Blatt schreibt wohl mit Recht, daß es mit der Sparsamkeit der Elektrischen Bahn Bonn-Godesberg-Mehlem doch etwas zu weit geht. Es ist wirklich ein dringendes Bedürfnis, die Bahn bei dieser Kälte zu heizen. Ein gesunder Mensch kann es wohl kaum aushalten, nahezu eine halbe Stunde in dieser eisigen Luft zu verbringen, geschweige denn die „kranken Leute“, welche doch auch täglich die Bahn benutzen müssen und die unter keinen Umständen in Anbetracht der dringenden Arbeit den Dienst versäumen dürfen und können. Ganz abgesehen aber von den Fahrgästen wird überhaupt keine Rücksicht auf das Fahrpersonal genommen, welches stundenlang in dieser Kälte ausharren muß. Es ist Sache der Direktion, an zuständiger Stelle auf derartige Uebelstände aufmerksam zu machen und dringend Abhülfe zu schaffen. F. Th., Godesberg
(Deutsche Reichs-Zeitung, Rubrik „Stimmen aus dem Leserkreis“)
Mittwoch, 26. Dezember 1916
Am zweiten Weihnachtstag erschienen in Bonn keine Zeitungen.
Donnerstag, 27. Dezember 1917
Die Weihnachtsfeiertage haben durch den Schneefall, der am heiligen Abend den Nebel und Rauhreif ablöste, die rechte winterliche Stimmung erhalten. Beide Tage brachten prächtiges Winterwetter, zur Freude der Jugend, die schnell alle abschüssigen Straßen in Rodelbahnen verwandelte. In den Familien wurde das Fest zumeist noch einfacher und mit weniger Lichterglanz am Christbaum, darum aber nicht weniger herzlich als in den drei ersten Kriegsjahren gefeiert. In den Lazaretten und Krankenhäusern fanden am heiligen Abend oder schon am Tage vorher Feiern für die Verwundeten und Kranken, in den Kirchen an den Nachmittagen des ersten und zweiten Feiertages Weihnachtsfeiern für die Kinder statt. Auch eine Anzahl Vereine versammelten ihre Mitglieder und deren Familien wieder zu gemeinsamen Weihnachtsfeiern mit Verlosungen oder Bescherungen.
(Bonner Zeitung, Rubrik „Aus den Städtischen Nachrichten“)
Die Feier im Reservelazarett III (Beethovenhalle) am letzten Samstag ging in besonders sinnvoller Weise vor sich. Schon vor langen Wochen hatte sich die Schwesternschaft mit ihrer unermüdlichen Oberschwester an der Spitze an die nötigen Vorarbeiten herangemacht, um dem Fest, das doch sicherlich als das letzte im Kriege gedacht ist, einen möglichst vollen Erfolg zu sichern. Der zweite Saal war mit Tannengrün und künstlichen Rosen hübsch ausgestattet. Der riesige Weihnachtsbaum fand in der Mitte des Saales seinen Platz. Oben auf der Galerie prangte ein zweiter Christbaum. Zur Feier selbst war eine ausgewählte Schar Gäste erschienen, u. a. bemerkte man Exzellenz v. Bötticher, den hiesigen Stadtkommandanten. […] Es wurden dann 106 Verwundete beschert, deren Gaben die lange Festtafel im Saale füllten.
Ein besonderer Kunstgenuß wurde den Soldaten in der Nervenklinik geboten. Die Konzertsängerin Frl. Meisterfeld, Herr Opernsänger Burgwinkel und Herr Pianist Schwan, alle aus Köln, erfreuten mit ihren herrlichen Darbietungen die andächtige Zuhörerschaft. […] Herzlicher Dank gebührt und wurde auch reichlich dargebracht den Künstlern, die in so selbstloser Weise ihre Meisterschaft in den Dienst einer einfachen Soldaten-Weihnachtsfeier stellten.
Die Hansa-Handelsschule veranstaltete wie alljährlich so auch in diesem Jahre eine Weihnachtsfeier für Arme und Verwundete. In Anbetracht der großen Beteiligung genügten indessen die Schulräume nicht mehr, weshalb sie diesmal im Kronprinzen-Hof stattfand. […]
Einbruchdiebstähle. Während der Feiertage wurden nachts wieder mehrere Einbruchdiebstähle verübt. Aus einem Hutgeschäft an der Breitestraße wurden für mehrere tausend Mark Pelze gestohlen. In derselben Nacht drangen Diebe in ein Schneidergeschäft an der Breitestraße ein und stahlen einen größeren Posten Herrentuche. Auch an mehreren anderen Stellen der Stadt wurden Einbruchdiebstähle verübt, wobei den Dieben Lebensmittel in die Hände fielen.
(Bonner General-Anzeiger, Rubrik „Aus Bonn“)
Der Bonner „Verein zur Bekämpfung der öffentlichen Unsittlichkeit“ verhandelte in dem Arbeitsausschusse am 19. Dez. über einen sehr wichtigen Punkt: Durch schriftliche und mündliche Mitteilungen glaubwürdiger Personen war dem Ausschusse nahe gelegt, gegen das in letzter Zeit zunehmende, unsittliche Leben und Treiben gewisser weiblicher Personen Maßregeln herbeizuführen und besonders die Vermieter davor zu warnen, derartiges Treiben der Mieterinnen in den Mietsräumen zu dulden, da sie sonst der Bestrafung wegen Unterstützung der Unzucht sich aussetzen würden. Der Ausschuß kommt diesen Anregungen nach und wendet sich an das Ehrgefühl der gesamten Bonner Bürgerschaft mit der Bitte, ihn bei der Bekämpfung dieses Krebsschadens in jeder Weise zu unterstützen.
(Volksmund, Rubrik „Bonner Angelegenheiten“)
Freitag, 28. Dezember 1917
Das Treibeis des Rheins hat in den letzten Tagen zugenommen, es bedeckt den Strom jetzt in seiner ganzen Breite. Das Eis ist jedoch zu schwach, so daß die Schifffahrt noch nicht eingestellt zu werden brauchte. Immerhin ist der Schiffsverkehr durch das Treibeis sowie den niedrigen Wasserstand erschwert.
(Bonner Zeitung, Rubrik „Aus den Städtischen Nachrichten“)
Zur Knappheit an Brennstoffen in Bonn. Der Mangel an Kohlen und Briketts ist in Bonn immer noch nicht behoben. Die Hausfrauen sehen mit Sorge dem Ende des Jahres entgegen, da die zugewiesene Menge an Brennstoff ganz oder nahezu verbraucht ist und vor Neujahr neuer Brennstoff nicht zugewiesen wird. Wir machen uns zum Dolmetsch zahlreicher Notleidenden, wenn wir Herrn Beig. Bottler dringend bitten, dafür zu sorgen, daß die neuen Zuweisungen seitens der Kohlenhändler recht pünktlich erfolgen. Dadurch, daß die Schulen Kohlenferien bis zum 15. Januar haben, ist der Brandbedarf in den Wohnungen noch gestiegen, denn die Kinder müssen doch tagsüber in einem geheizten Raume untergebracht werden. Man hat übrigens den Eindruck, daß der Landkreis Bonn weit besser mit Briketts versorgt ist, als der Stadtkreis. Der städt. Kohlenausschuß möge diese Frage einmal nachprüfen, überhaupt der Brennstoffrage auch weiterhin mit Nachdruck seine Aufmerksamkeit widmen. Es ist in der fettarmen Zeit keine Annehmlichkeit für die Bürgerschaft, sich ungenügend geheizten Räumen aufhalten zu müssen.
(Bonner General-Anzeiger, Rubrik „Aus Bonn“)
Godesberg. […] Der hiesigen Polizei gelang am Samstag hier ein guter Fang. Eine Einbrecher- und Diebesbande von drei männlichen Personen suchte hier in Godesberg am Samstag eine Menge Wäsche, Kleidungsstücke u. dergl. an den Mann zu bringen, die alle von einem Einbruchdiebstahle aus Köln herrührten, wobei dort bekanntlich eine Villa fast vollständig ausgeplündert worden war. Das Verbrecherkleeblatt, zu dem zwei Kriegsinvaliden gehören, wurde dem Amtsgerichte in Bonn zugeführt. Es liegt die Vermutung nahe, daß man mit dieser Festnahme auf die Spur einer großen Diebesbande gekommen sein wird.
(Deutsche Reichs-Zeitung, Rubrik „Von Nah und Fern“)
Samstag, 29. Dezember 1917
Mitteilungen der Ortskohlenstelle. Die Ausgabe von Rohbraunkohlen erfolgt von jetzt ab außer an die Inhaber der Lebensmittelkartenumschläge A auch an die Inhaber der Umschläge B zum Preise von 1,05 M. je Zentner durch die Kohlenhändler. Entsprechende Kohlenmarken sind bei der Ortskohlenstelle unter Vorlage der Kartenumschläge zu entnehmen. Die Rohbraunkohle, die neben den sonstigen Braunkohlen geliefert wird, ist bisher nur in beschränktem Umfange entnommen worden.
Infolge des Wagenmangels ist zurzeit die Zufuhr von Briketts stockend; eine Besserung ist in Kürze nicht zu erwarten. Es empfiehlt sich daher, an Stelle von Briketts andere Heizstoffe (Kohle, Gaskoks) zu nehmen. […]
Von Monat Januar ab haben fünf Kohlenmarken Gültigkeit; die zugeteilte Menge wird also gegenüber dem Dezember um einen Zentner Kohlen oder 1¼ Zentner Briketts erhöht. […]
An die Zentralheizungsbesitzer geht die dringende Mahnung, sparsam zu heizen; mit der Zufuhr von Koks in größerem Umfange ist in naher Zeit nicht zu rechnen.
(Bonner Zeitung, Rubrik „Aus den Städtischen Nachrichten“)
Eine Anzahl Austauschgefangener traf gestern mittag hier ein. Sie wurden am Bahnhof mit Musik empfangen und nach der Infanterie-Kaserne geführt. Auf dem Wege dorthin wurden die Soldaten vom Publikum herzlich begrüßt.
Kartoffel-, Brotversorgung und Schweinehaltung. Bei der allgemeinen Futterknappheit in diesem Jahr ist es nicht möglich, die zurzeit noch vorhandenen Schweinebestände den Winter über durchzuhalten, geschweige denn sie in einen schlachtreifen Zustand zu bringen. Die Kartoffelernte wird zur menschlichen Ernährung, zur Deckung des notwendigen Brennereibedarfs und zur Anlegung der dringend nötigen Reserven restlos Verwendung finden. Was den Landwirten zur Verfütterung belassen wird, muß zur Erhaltung der unbedingt erforderlichen Arbeitstiere (Pferde, Zugochsen) bestimmt werden. Dabei ist auch zu berücksichtigen, daß Schweine allein mit Kartoffeln ohne Zusatz von eiweißhaltigem Kraftfutter nicht gemästet werden können. Die Weitererhaltung unserer Schweinebestände auf der am 15. Oktober festgesetzten Höhe birgt daher die Gefahr in sich, daß auf Kosten unsrer Brotgetreideversorgung unzulässige Verfütterungen erfolgen. Es bleibt daher nur übrig, eine beschleunigte Verminderung unseres Schweinebestandes herbeizuführen. Und zwar müssen alle nicht zur alsbaldigen Hausschlachtung oder zur Zucht benötigten Schweine sofort abgestoßen werden. […]
Das Treibeis des Rheines hat in den letzten Tagen stark zugenommen: es bedeckt jetzt den Strom in seiner ganzen Breite. Wie von Coblenz berichtet wird, hat sich auch das Moseleis vermehrt.
(Bonner General-Anzeiger, Rubrik „Aus Bonn“)
Für das Soldatenheim. Im großen Saal des Bonner Bürgervereins wird am Dienstag den 1. Januar, um 5 Uhr nachmittags, ein Unterhaltungs-Abend durch den Ausschuß des Bonner Soldatenheims veranstaltet, bei dem die Kapelle des Inf.-Regts. Nr. 609 (Leitung Herr Schuricke) sowie Mitglieder des Bonner Männer-Gesangvereins nebst Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt mitwirken. […] Aus dem Erlös werden die Unkosten der Sonntags regelmäßig im Soldatenheim (Josefstraße) veranstalteten Unterhaltungsabenden gedeckt, ein Umstand, der recht viele Bonner Einwohner veranlassen dürfte, die genußreichen Darbietungen zu besuchen.
(Deutsche Reichs-Zeitung, Rubrik „Bonner Nachrichten“)
Sonntag, 30. Dezember 1917
Städtischer Sportplatz Reuterstraße. Die Eisbahn ist Sonntag bis zum Eintritt der Dunkelheit geöffnet. Vormittags von 11½ bis 1 Uhr und nachmittags von 2½ ab Eislauf mit Musik.
(Bonner General-Anzeiger, Rubrik „Aus Bonn“)
Lehramt und Turnen. Nachdem vor Jahr und Tag festgelegt worden ist, daß nur solche Oberlehrer zu Direktoren von höhern Lehranstalten berufen werden können, die in der Lage sind, den Nachweis über ihre Turnlehrer-Prüfung zu erbringen, bestimmt nun ein neuer ministerieller Erlaß, daß junge Leute, die nicht die volle Turnfähigkeit haben, in die Lehrerbildungsanstalten nicht mehr aufgenommen werden dürfen. Das gleiche gilt sinngemäß auch für die Aufnahme in die öffentlichen und privaten Volksschullehrerinnenseminare. Die Kreisärzte sind daher angewiesen, in Gesundheitszeugnissen zum Zwecke der Aufnahme in Anstalten der gedachten Art ausdrücklich anzugeben, ob der Anwärter die volle Turnfähigkeit besitzt.
(Deutsche Reichs-Zeitung, Rubrik „Bonner Nachrichten“)
Montag, 31. Dezember 1917
Die Bonner Toten des Jahres 1917. Auch im Jahre 1917 hat der Weltkrieg wieder zahlreiche Blutopfer von Jünglingen und Männern aus der Bürgerschaft, der Studentenschaft und den Truppenteilen der Stadt Bonn gefordert und aufs neue Hunderte Familien in Trauer versetzt. Außer den auf dem Schlachtfelde, im Luft- und Seekampfe Gefallenen sind aber auch wieder sehr viele daheim gestorben, die durch ihre Stellung oder ihre Persönlichkeit mehr oder weniger bekannt gewesen sind. […]
Beschlagnahme gebrauchter Kleidungs- und Wäschestücke. Um die gebrauchten Kleidungs- und Wäschestücke, die sich im Besitz von Althändlern und ähnlichen Gewerbetreibenden befinden, zu erfassen, ist von der Reichsbekleidungsstelle deren Beschlagnahme angeordnet worden. Die Besitzer dieser Gegenstände sind verpflichtet, sie sorgfältig aufzubewahren und ihnen schonende Behandlung angedeihen zu lassen, die ihre Erhaltung gewährleistet. Veränderungen, insbesondere Ortsänderungen dürfen an den beschlagnahmten Gegenständen nicht vorgenommen werden. Desgleichen sind rechtsgeschäftliche Verfügungen über sie untersagt. Die von der Beschlagnahme betroffenen Kleidungs- und Wäschestücke sind von den Besitzern dem Kommunalverbande zu melden, in dessen Bezirk sich diese Gegenstände befinden. […]
(Bonner Zeitung, Rubrik „Aus den Städtischen Nachrichten“)